Stadt Memmingen:Arbeitskreise

Arbeitskreise

Im Netzwerk Altenhilfe und seelische Gesundheit Memmingen / Unterallgäu haben sich zwischenzeitlich 9 Arbeitskreise gebildet. Die Arbeitskreise setzen sich aus ehrenamtlich Tätigen, Hauptamtlichen, Interessensvertretern und interessierten Bürgern zusammen. Jeder Interessierte ist zur Mitwirkung an einem oder mehreren Arbeitskreisen eingeladen.

Für weitere Informationen können Interessierte sich an den jeweiligen Sprecher des Arbeitskreises wenden.

Aufbau der Arbeitskreise

  • Die Einrichtung der themenbezogenen Arbeitskreise wird im Steuerungsgremium beschlossen.
  • Die Einrichtung neuer Arbeitskreise kann von allen Mitgliedern des Netzwerks dem Steuerungsgremium vorgeschlagen werden.
  • Die Mitarbeit in den Arbeitskreisen ist offen. Erforderlich ist lediglich eine entsprechende Ermächtigung des jeweiligen Anstellungsträgers.
  • Jeder Arbeitskreise wählt einen Sprecher, der die Treffen vorbereitet, moderiert und zu ihnen einlädt
  • Die Arbeitskreise treffen sich mindestens zwei Mal im Jahr.
  • Über die Ergebnisse der Arbeitskreise wird dem Steuerungsgremium vom jeweiligen Sprecher des Arbeitskreises berichtet.
  • Über die Ergebnisse der Arbeitskreistreffen wird ein Protokoll erstellt, das an die Mitglieder des jeweiligen Arbeitskreises und an die Mitglieder des Steuerungsgremiums versandt wird.

Aufgaben der Arbeitskreise

  • Bedarfsanalyse
  • Themenbezogene Abstimmung und Vernetzung der Angebote
  • Verbesserungsprozesse, Projekte und Maßnahmen anregen und begleiten
  • Berichterstattung an das Steuerungsgremium

Sprecherin: Evi Uhl, 08336 / 8057817

Herausforderung:

Auf Grund des demografischen Wandels zeichnet sich ein steigender Bedarf bei der Versorgung und Betreuung von Menschen mit Unterstützungsbedarf ab.

Aufgaben:

  • Austausch mit den ambulanten Pflegediensten und Überleitungspflege/Sozialdienste der Kliniken in der Region
  • „Überleitung von Patienten stationär/ambulant“
  • „Situation in der ambulanten Pflege“

Ziele:

  • Laien und Profis Orientierung zu geben bei den vielfältigen Angeboten im sozialen Bereich
  • Den Menschen, die Rat, Hilfe und Unterstützung suchen eine zuverlässige, fachlich qualifizierte Beratung und Unterstützung zukommen lassen
  • Die Vernetzung der verschiedensten Anbieter im Landkreis (und eventuell Landkreisübergreifend) zu fördern und zu aktivieren

Sprecher: Martin Wiedemann, 08332 / 7925507

Herausforderung:

Etwa 2/3 der stationär internistisch behandelten Patienten sind älter als 65 Jahre. 10-15% der Patienten im Krankenhaus leiden an einer Demenz. 3 von 10 der über 70-Jährigen erleidet während eines stationären Aufenthalts ein Delir. Auftretende Verwirrtheitszustände können die Behandlung selbst und die anschließende Genesung erschweren.

Aufgaben:

  • Verbesserung des Umgangs mit der Erkrankung „Delir“
  • Entwicklung von Maßnahmen in den Kliniken zur Verbesserung der Versorgung und Betreuung von Menschen mit Demenz

Ziel:

  • Verminderung der Häufigkeit von Verwirrtheitszuständen im Krankenhaus

Sprecherin: Birgit Holetschek, 08331 / 984210

Herausforderung:

Unsere Erfahrung zeigt, dass ältere Menschen bei der Anwendung von digitalen Angeboten oftmals Schwierigkeiten haben und deshalb deren Möglichkeiten nicht nutzen.

Durch die Coronakrise wurde besonders deutlich, welche Vorteile neue Medien für die Gestaltung des Alltags mit sich bringen können. Zusammen mit potenziellen Partnern möchten wir ältere Menschen beim Umgang und bei der Anwendung von digitalen Angeboten unterstützen.

Aufgaben:

  • Darstellung der Möglichkeiten und Beratung für den sicheren Umgang mit digitalen Medien
  • Austausch mit Institutionen wie Digital-Kompass, digiDEM und weiteren Partnern
  • Praktische Unterweisungen bei Installation und Gebrauch digitaler Alltagshilfen
  • Förderung der Digitalisierung als Hilfe für Menschen im Pflegealltag

Ziele:

  • Unterstützung von älteren Menschen (auch mit leichten kognitiven Störungen und Demenz), deren Angehörigen, ehrenamtlichen Helfern und Multiplikatoren im Hilfesystem bei der Auswahl und Anwendung von digitalen Hilfsmitteln. 
  • Älteren Menschen den Zugang zu praktischen, niederschwelligen digitalen Angeboten erleichtern.
  • Digitale Hilfe bei der Kommunikation und Informationsbeschaffung, bei der Unterstützung der Alltagsgestaltung, bei körperlichen Aktivitäten, im Haushalt und im persönlichen Wohnumfeld etc.

Sprecher: Dr. Wolfgang Wohlleb, 08335 / 207 oder 0151 / 22314997

Herausforderung:

Mobilität, Nahversorgung und eine seniorengerechte Infrastruktur sind für ältere Menschen wichtige Voraussetzungen für eine selbständige Lebensführung und für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Diese Themen sollen in den Gemeinden und in Gremien immer wieder reflektiert und auf den Prüfstand gestellt werden, um das Leben und Wohnen von Senioren in der eigenen Gemeinde zu unterstützen. 

 

Aufgaben:

  • Der Flexibus und ehrenamtliche Fahrdienste verbessern die Mobilität von Senioren. Der Arbeitskreis hilft beim Aufbau von Fahrdiensten in den Gemeinden und unterstützt die Nutzung des Flexibusses.
  • Es wurde eine Liste mit Lieferdiensten für die Dinge des täglichen Bedarfs erstellt. Diese wird regelmäßig aktualisiert. Darüber hinaus möchten wir den Aufbau und Erhalt von Dorfläden unterstützen.
  • In Zusammenarbeit mit den Gemeinden sollen zentrale Orte (z.B. Geschäfte, Rathaus, Wirtshaus, Friedhof) auf ihre Barrierefreiheit überprüft werden.

 

Ziele:

  • Wir möchten, dass sich auch mobilitätseingeschränkte Menschen unkompliziert fortbewegen können.
  • Wir möchten, dass die Nahversorgung mit den Dingen des täglichen Lebens in den Gemeinden sichergestellt ist.
  • Wir möchten, dass in unseren Ortschaften ältere Menschen nicht an Barrieren scheitern.

Sprecher: Manfred Lingens, 08333 / 9274368

Herausforderung:

Die meisten Menschen möchten im Alter zu Hause wohnen bleiben. Dabei wird es im Krankheits- oder Pflegefall oftmals schwierig den Alltag zu meistern. Vor allem allein lebende Menschen sind dabei häufig auf sich selbst gestellt. Nachbarschaftshilfen können diese Menschen unkompliziert auffangen und die nötige Hilfe und Unterstützung leisten. Es geht aber nicht um professionelle Hilfe- und Pflegeleistungen, sondern um das Miteinander der Menschen im Sinne einer sich sorgenden Gemeinschaft.

Aufgaben:

  • Unterstützung beim Aufbau neuer Nachbarschaftshilfen
  • Begleitung bestehender Nachbarschaftshilfen
  • Gegenseitiger Austausch und Information

Ziel:

  • Durch den Arbeitskreis soll im Landkreis Unterallgäu / der Stadt Memmingen ein möglichst flächendeckendes Netz an Nachbarschaftshilfen entstehen, so dass jeder hilfesuchende Bürger eine solche Anlaufstelle im nahen Umfeld vorfindet.

Servicestelle bei der Freiwilligenagentur Schaffenslust

Unterstützung bekommen die Nachbarschaftshilfen in der Region und der Arbeitskreis seit 1. Januar 2018 durch eine zentrale Servicestelle. Diese ist bei der Freiwilligenagentur Schaffenslust angesiedelt und durch Frau Anna Birk besetzt. Konkrete Aufgabenstellungen sind:

  • Bei Neugründungen in den Unterallgäuer Gemeinden und den Memminger Stadtteilen beraten
  • Bestehende Nachbarschaftshilfen unterstützen und weiterentwickeln
  • Musterformularwesen als Pool aufbauen
  • Bei Förderanträgen helfen
  • Bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen
  • Austauschtreffen begleiten und Fortbildungen organisieren
  • Bei der Lösung gemeinsamer Herausforderungen (Versicherungsschutz, Steuer…) helfen
  • Beim Ausbau zum niederschwelligen Betreuungsangebot beraten
  • Synergien schaffen und so Doppelarbeiten vermeiden

Folgende Musterformulare / Beispiele liegen bereits vor:

  • Mustersatzung   
  • Mustersatzung mit Erklärung
  • Merkblatt zur Vereinsgründung
  • Schritt-für-Schritt-Abfolge für Vereinsgründungen
  • Starterpaket - Informationen für neu zu gründende Nachbarschaftshilfen
  • Antragsformular Förderantrag SeLA
  • Formular zur Leistungsanforderung
  • Vereinbarung Nachbarschaftshilfe und Helfer
  • Datenschutz- und Verschwiegenheitserklärung
  • Leistungsnachweis
  • Diverse Flyer-Beispiele

Formular-Downloads  

Bei Fragen oder weiterem Informationsbedarf wenden Sie sich gerne an 
Frau Anna Birk
Telefon: 08331/9613395
anna.birk(at)fwa-schaffenslust.de.

 

Sprecherin: Rita Heidorn, 08261 / 995412

Herausforderung:

Menschen, Bürgerinnen und Bürger für die Prävention (Vorsorge) zu begeistern und dazu zu bewegen, präventive und gesundheitsfördernde Angebote in Anspruch zu nehmen.

Aufgaben:

  • Erstellung eines Wegweisers für die Prävention
  • Infoportal auf der Webseite „Netzwerk Altenhilfe und psychische Gesundheit“
  • Durchführung von Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung im Bereich Prävention/Gesundheitsförderung

Ziele:

  • Gesund & fit ins Alter durch Prävention
  • Bündelung bereits bestehender präventiver Angebote in den Bereichen Ärzte, Bewegung + Sport, Bildung, Ernährung, Soziale Kontakte u. a.
  • Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung im Bereich Prävention
  • gezielte Prävention für unterschiedliche Berufsgruppen (z. B. Pflegekräfte)

Sprecher: Raimund Steber, 08331 / 702663

Herausforderung:

Rechtzeitig angemessene Maßnahmen zu treffen, dass die älteren psychisch kranken Menschen in unserer Region so lange wie möglich selbstbestimmt leben können, sei es im eigenen Zuhause, in einer Wohngemeinschaft oder in einer stationären Pflegeeinrichtung "wie zuhause".

Aufgaben:

  • Erkennen und schließen von Versorgungslücken in der regionalen Versorgung älterer Menschen mit psychischen Störungen
  • Information der Bevölkerung über psychische Störungen im Alter
  • Verbesserung der aufsuchenden haus- und fachärztlichen Versorgung im ländlichen Raum

Ziele:

  • Bedarfsplanung in der regionalen Versorgung älterer Menschen mit psychischen Störungen
  • Förderung differenzierter Beratungs-, Betreuungs- und Behandlungsangebote
  • Verbesserung der Kommunikation zwischen Betroffenen, Angehörigen und Hauptamtlichen

Sprecher: Albert Madlener, Tel. 08331 / 854101

Herausforderung:

Durch den demografischen Wandel werden alle Bereiche der Versorgung von Menschen im Alter gefordert. Die Angebote der vollstationären Versorgung im Alter haben ihren Platz als elementares Segment der Begleitung und Betreuung und dürfen in der gesellschaftlichen und medialen Wahrnehmung nicht nur als letzte Alternative gesehen werden.

Aufgaben:

  • Imagepflege für Ausbildung und Arbeit in den Berufsfeldern der Altenpflege
  • Bedarfsanalyse und Fortschreibung der verzahnten Angebote für Pflegebedürftige vor Ort im Miteinander von ambulanter, teilstationärer und vollstationärer Versorgung
  • Verbesserung der gesellschaftlichen Wahrnehmung und der Abbau von Vorurteilen gegenüber der vollstationären Versorgung

 Ziele:

  • Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit
  • Gemeinsamer regionaler Auftritt bei aktuellen Anlässen und Themen
  • Verbesserte, positivere Wahrnehmung der Einrichtungen der vollstationären Altenpflege

Sprecher: Roland Schaller, 08331 / 9844436

Herausforderung:

In Memmingen und dem Landkreis Unterallgäu besteht ein zunehmender Mangel an bedarfsgerechten, lebenswerten und bezahlbaren Wohnungen. Dies betrifft in besonderem Maße sowohl ältere Menschen als auch Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Es gibt neue Förderungen für sozialen Wohnungsbau. Im Arbeitskreis werden gemeinsame Ideen rund um’s Wohnen entwickelt und trägerübergreifend diskutiert.

Aufgaben:

  • Bestands- und Bedarfserhebung an passenden Wohnungen
  • Kontakt zwischen Wohnungsbaugenossenschaften und Wohlfahrtsverbänden 

Ziele:

  • Bündelung diverser lokaler Arbeitsgruppen und Initiativen zum Thema Wohnen für unsere Zielgruppe
  • Auf die Schaffung von bedarfsgerechten und bezahlbaren Wohnungen hinwirken
  • Vernetzung mit Politik und Wohnbaugenossenschaften